Saleh Shaweesh: Die Geschichte von Agabi

6767 ist das neue Jahr im Assyrischen Kalender. Genau am 1. April jeden Jahres. In der Assyrischen Sprache auch als „Akitu“ bekannt.

Im dritten Jahrhundert vor Christus, als Seleukos eine Stadt namens Latakia erbauen wollte, brachte er dem Gott Zeus Opfergaben, damit dieser einen passenden Ort auswählte, so „wie es zu dieser Zeit üblich war“. Und zufällig flog ein Adler über den Ort der Opfergabe, nahm den Kadaver und flog aus dem Blick von Seleukos und seinen Soldaten, die glaubten, dass dies der Wille Gottes ist. Sie verfolgten ihn, bis sie ihn ganz oben auf einem steinigen Küstenabschnitt erreichten.

Dort, angegriffen von einem Wildschwein, wurden der Befehlshaber und seine Männer gezwungen diesem entgegenzutreten und es zu töten. Als sie es entleerten, stellten sie fest, dass der Adler nicht vorhanden war. Sie konnten ihn nicht fangen.

Seleukos erkannte, dass nach dem göttlichen Willen die Stadt namens Latakia auf diesem Kap erbaut werden sollte und benannte die Stadt Laodessa nach dem Namen seiner Mutter.

Um die Genugtuung der Götter zu erlangen, opferte Seleukos ein wunderschönes Mädchen mit dem Namen Agape „der Name einer der Meeresgöttinen der griechischen Mythologie“. Und er befahl eine goldene Statue von ihr zu gießen, um der Stadt Glück und Zufriedenheit zu bringen.

Ins Deutsche übersetzt nach Ioannis Malalae (491-578), einem byzantinischen Chronist aus Antiochia am Orontes.


In the third century BC, when Seleucus wanted to build a city of Latakia, he gave offerings to the god Zeus to choose his appropriate place „as usual at that time“, 
and coincidences that an eagle flew over the place in which it made the sacrifice, and picked up the carcass and flew out at the sight of Seleucus and his soldiers who believed that is the will of God, they chased him until it reached them up to the top of a rocky stretch in the sea.

Where they were been attacked by a wild boar, the commander and his men were forced to confront and kill it, and when they emptied it, they found the eagle missed, 
they could not catch it. Seleucus considered that the divine will wants to build the city of Latakia on this cape and then he called the city laodessa, by his mother’s name.

In order to gain the satisfaction of the gods Seleucus sacrificed a beautiful girl. Her name was Agápē „the name of one of the goddesses of the sea in the Greek mythology „, and he ordered to cast a golden statue of her to bring luck and happiness to the city.

Ioannis Malalae c. 491 – 578, a Byzantine chronicler from Antioch.

André Zwinckmann

Cyanotypie – Fototransfer – Lomographie

Aufgewachsen mit den unterschiedlichsten Filmformaten, lernte ich während einer Projektwoche der Gesamtschule Friedrichsort den Umgang mit der Spiegelreflexkamera und dem Fotolabor kennen. Seit dieser Zeit ist die Fotografie ein wichtiger Teil meines Lebens.

Über die Jahre kam ich auch zur digitalen Fotografie und freute mich anfangs die Resultate meiner Bemühungen sofort betrachten zu können. Nach einiger Zeit vermisste ich jedoch viele Eigenheiten der analogen Fotografie und entdeckte gleichzeitig die Lomographie für mich.

Dadurch entwickelte sich eine Begeisterung für alte Kameras die von vielen Menschen verspottet werden, aber meiner Meinung nach ein perfektes Werkzeug sind, um sich mit seinen Fotos von der immer schneller entwickelnden Welt der schrumpfenden Kameras mit schwellenden Megapixeln zu erholen. Die Spannung auf das Produkt der Entwicklung zu warten hat seinen ganz eigenen Reiz. Eine Entschleunigung die oft zu Überraschungen führt, und mich dazu anregte verschiedene Techniken auszuprobieren.

Inzwischen fotografiere ich immer weniger mit der digitalen Kamera sondern packe eher eine analoge Kamera in die Tasche oder den Rucksack. Einige Produkte meiner analogen Begeisterung sind auch unter https://www.lomography.com/homes/z-mann/photos zu finden. Dort findet auch jeder der selber einmal solche Versuche unternehmen möchte viele Anregungen dafür, sowie fast unendlich viele Beispiele für eine ganz besondere Art der Kunst.

André Zwinckmann – Februar 2017

Künstler 34 e.V. in Kiel-Gaarden