Kiel off. Projekträume im Rückblick

Vernissage: Kiel off. Projekträume im Rückblick

Eröffnung: 16.02. 18:00 Uhr
Ort: Stadtgalerie Kiel am Vinetaplatz (Elisabethstr. 68a)
später im ONspace (Iltisstr.10)
Ausstellungsdauer: 16.02.2018 – 08.04.2018

Die Schleckergalerie ist in die Iltisstrasse 10 umgezogen und heißt jetzt ONspace. Der Schlecker wird bis Juli 2018 temporär mit Ausstellungsprojekten von der Stadtgalerie Kiel bespielt. Kiel Off ist eine Kooperation des ONspace mit der Stadtgalerie Kiel.

Ein off-Space benennt ein unabhängiges Kunstprojekt oder einen Projektraum in abseitiger Position zum on – also außerhalb institutionalisierter Galerien und Museen. Gründer, Betreiber und Akteure sind in der Regel junge Kunstschaffende. International übernehmen solche Initiativen im Bereich aktueller Kunst und Kultur eine wichtige impulsgebende Funktion, denn dort sind Freiheit, Experimentier- und Innovationsfreude besonders groß. Kiel blickt auf eine rund 50-jährige Tradition und bis heute lebendige Szene alternativer Kunstorte zurück, die wichtige Präsentationsforen sind und für die lokalen Programmschwerpunkte der Stadtgalerie Kiel entscheidende Anregungen liefern. Insbesondere durch die Studierenden und Absolvent*innen der Muthesius Kunsthochschule findet kontinuierlich ein künstlerischer Nachwuchs in der Landeshauptstadt Kiel seinen Ausgangspunkt und erneuert seit Generationen den Anspruch, Räume zu öffnen, um mit jungen, nicht-etablierten künstlerischen Positionen an die Öffentlichkeit zu treten.

Mit dem Ausstellungsprojekt „Kiel off. Projekträume im Rückblick“ sucht die Stadtgalerie Kiel in Kooperation mit dem Betreiberteam der Galerie im ehem. Schlecker eine Annäherung an Funktionen, allgemeine konstitutive Bedingungen und Merkmale von Projekträumen. Im Zentrum der Ausstellung steht eine Auswahl künstlerischer Arbeiten, die z. T.  den ortsspezifischen Bedingungen gemäß rekonstruiert werden und einen punktuellen Blick zurück auf die Geschichte Kieler off-Spaces eröffnen.

3 Gedanken zu „Vernissage: Kiel off. Projekträume im Rückblick“

  1. Mindestens für drei Kieler Künstler würde ich sagen , dass Sie nicht einverstanden wären sich jemals im “ Off Space zu befinden oder sich jemals befunden zu haben oder jetzt mit nicht hinreichenden Gedanken dort…. vermeintlich ….
    gefunden zu werden . Das ist eine posthume “ Nichtwissenheit“. Es ging niemals um / off/ draussen und abgesondert sein und dort von Aussen in der Kunst einen Standort zu beziehen wie ein Punk, der seinen Ort absondert und begrenzt, auch aus gutem Grund…..Jaro Boro, Raffael Rheinsberg, Ioerg B., Winzer Klüglein waren nicht im „Off“ sondern in der Mitte der Gesellschaft.Genau da haben Sie sich auch geäussert.

  2. Wir können immer Einfluß nehmen, auch wenn kaum einer hinschaut, wie jetzt bei Jannis Tashiro in der K34.
    Off is out und on is in.
    Off macht Spaß und als verkannter, unbekannter Künstler kann man seiner Poesie ja weit mehr folgen, als als anerkannter, leistungspflichtiger oder interessanter, gefragter und gern-zitierter Künstler. Also nutzen wir die Vorteile des Off. Keiner interessiert sich,
    keiner zeigt uns an.
    Jeder zeigt uns den Vogel, jeder hält uns für völlig unwichtig.
    Wir können tun, was wir wollen, es rührt keinen und keiner nimmt Anstoß. Die Vision des selbstbestimmten, herrschaftsfernen und vom Sachzwang befreiten Individuums wird wahr. All deine Zeit investierst du in ein aussichtloses Projekt, wirst niemals berühmt oder bekannt und kannst täglich deine Erbsen zählen oder Luftschlösser ausmalen, ohne daß auch nur irgendjemand dir in die Quere kommt. Du bist praktisch da, ohne daß du da bist, eben völlig unbemerkt.
    Du kannst es testen:
    Du zündest eine Feurwerksrakete an, und noch eine und dann ziehst du dich nackend aus. Dann ziehst du dich wieder an und gehst, wohin du willst. Wenn es dunkel ist , gehst du ins Bett, und sonst gehtst du der Nase nach. Die führt dich nicht falsch,
    (emotional und embryologisch immer korrekt), wo immer du hinkommst, du wirst mit freundlichem Unverständnis empfangen!
    Ja mei, Scheiß da nix, dann feit da nix!

    Salute
    erich

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