Scorbüt macht Rio Reiser

Donnerstag, 14. Juli,  20:30 Uhr FB
MEDUSA, Medusastr. 16, 24143 Kiel
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am Jahrestag der Bastille-Stürmung fluten Caroline du Bled & scorbüt das Kieler Medusa mit deutschen und französischen Bearbeitungen von Reisers Revolutions- und Meerliedern!

„Mutige, sensible und zeitgenössische Interpretationen haben die drei Musiker der Band scorbüt um die charismatische Sängerin Caroline du Bled geschaffen.” Deutschlandradio Kultur

„Die Interpretationen pressen den Vorlagen eine neue Intensität ab.“ taz

„Ein Jammer, dass Rio Reiser selbst dieses Konzert nicht mehr erleben durfte.“ Potsdamer Neue Nachrichten

Eintritt: flexibel aber nicht beliebig
Reservierung info@scorbuet.com
Medusa Kiel-Gaarden
Einlass 19:00 Uhr, Konzert 20:30
www.scorbuet.com

Ceci n`est pas l`EUROPE!
Caroline du Bled & scorbüt machen Rio Reiser.

Ihre Fassungen sind deutsch und französisch durchwoben, mal gegen die Welle schwimmend mal mit dem Sturm brüllend.
Die impulsive Französin greift nach dem König der deutschen Rebellions-Poesie. Sie streichelt sensibel über seine mit Zorn geladenen Textzeilen, um sich dann plötzlich infizieren zu lassen: aus alten Scherben blitzen neuartige Splitterkanten.
Im Zeichen europäischer Grenz-Krise werden Reisers Lieder übers Meer genauso brisant wie seine utopischen Würfe. Ein Pop-Song der 80er erklingt in Fado-Traurigkeit als Chanson Existentialiste; oder aus einem rauen Protestsong entfaltet die Sängerin eine zeitgemäß-provozierende Erotik des Politischen. Diese zeitgenössischen Interpretationen gehen unter die Haut. Dabei spielt Heiko Michels seine „unklassische” Konzertgitarre mit viel Flamencowut und interveniert auch immer wieder gesanglich. Am Schlagwerk sitzt der klassische Perkussionist Gilson Cardoso. Er trommelt, schlägt und pulsiert auf Cajon, Ölfass und vielem anderen.
Man erlebt drei Künstler, die sich mit minimalistischem Instrumentarium live auf der Bühne am spannenden Material einer verstrichenen Epoche abarbeiten. Mal nah am Original, mal hämisch bis melancholisch zurückblickend, fischen sie in unserem kollektiven Gedächtnis.